Startseite / Playstation / Review: Conan Exiles

Review: Conan Exiles

Auch wenn sich Trends in der Videospiel-Branche häufig schnell ändern, Survival-Games sind nach wie vor absolut „En Vogue“. Nach „ARK: Survival Evolved“ dürfen wir jetzt auch „Conan Exiles“ auf den Konsolen in Empfang nehmen. Der Titel sorgte in der Early-Access-Phase für so manche Kontroverse – ob das Spielerlebnis auch in der Release-Version umstritten ist, erfahrt Ihr in unserem Test.

Thug Life

Wir beginnen „Conan Exiles“, in dem man uns kurz die Vorgeschichte erzählt: Als kriminelles Subjekt hat man uns gekreuzigt und zum Sterben zurückgelassen. Niemand geringeres als Conan höchstpersönlich rettet uns das Gesäß, und fortan versuchen wir als Exilant in einer gefährlichen Welt zu überleben. Falls wir es dabei noch schaffen sollten, zu Ruhm und Macht zu kommen – umso besser.

Zunächst müssen wir uns unseren Charakter aber erst erstellen – und dafür hat Entwickler Funcom einen ziemlich ordentlichen Editor eingebaut. Egal, ob man sich nun für eine Frau (Red Sonja gefällig?) oder einen Mann entscheidet, es gibt allerhand Möglichkeiten, den Protagonisten den eigenen Vorstellungen gemäß anzupassen. Mit dem (kostenlosen) „Full Nudity DLC“ darf man sogar mit bloßen Lenden durch die Landen streifen – mitsamt einstellbarer Dödelgröße.

Kreislauf des Lebens

Von da an durchleben wir Survival-Action, wie man sie von anderen Genre-Vertretern auch schon kennt: Wir sammeln Steine, kloppen Holz, bauen unsere ersten einfachen Werkzeuge und eine simple Behausung, irgendwann erreichen wir das Zeitalter des Eisens und dürfen uns dann über leistungsfähigere Werkzeuge und Waffen freuen. Nur: Geschenkt wird einem in „Conan Exiles“ nichts, man muss jedes Tool, jede Reparatur mit Unmengen an Ressourcen erkaufen – dafür geht viel Zeit drauf.

Zudem reicht es nicht einfach nur aus, die Zutaten für ein Crafting-Rezept zusammen zu sammeln – man muss auch die notwendigen Skills dafür besitzen. Man sieht schon: Das Ganze ist der Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Ebenfalls wichtig sind die Kämpfe, die zwar vom Konzept her relativ einfach zu erfassen, aber anspruchsvoll zu meistern sind. Das weiß durchaus zu gefallen und lockert auch die Sammelorgien deutlich auf.

So ein Sklaventreiber

Doch es ist nicht alles Schema F, was „Conan Exiles“ uns zu bieten hat. Es gibt ein paar ziemlich spannende Elemente, etwa das Heranschaffen von Sklaven – selbst wenn sich das aus humanistischer Warte aus noch so falsch anhört. Auch kann man zur Gottheit emporsteigen, und dann geht mal so richtig die Post ab. Dann kann man nämlich mit ungeahnter Macht gegen seine Widersacher vorgehen, was sich ganz besonders in der PvP-Variante lohnt.

Und das ist ein gutes Stichwort: Im Prinzip teilt sich „Conan Exiles“ nämlich in drei Komponenten auf, den Singleplayer, den kooperativen PvE-Multiplayer und den kompetitiven PvP-Multiplayer. Letzteres ist sozusagen die Königsdisziplin, schließlich kann (und erfahrungsgemäß ist es auch so) alles, was man zu sehen bekommt, feindselig sein. Wer hier die Kampfmechanik auf dem Kasten hat, kann nicht nur viel Spaß haben, sondern sich auch eine Menge Ressourcen-Sammelei ersparen.

Ein weites Land

Wo „Conan Exiles“ gegenüber der meisten Genre-Konkurrenz voll punkten kann, ist die Aufmachung, denn hier gingen die Entwickler praktisch keine Kompromisse ein. Immer wieder begeistert man uns mit einer wunderbar abwechslungsreichen Spielwelt, die ebenso viele schöne wie auch gefährliche Ecken besitzt. Einzig die Technik ist noch nicht ganz da, wo wir sie uns wünschen würden – bisweilen läuft „Conan Exiles“ noch ein recht hakelig, hier muss noch ein nachgebessert werden.

Seinerzeit haben wir uns den Titel direkt nach Launch der Early-Access-Version bereits auf dem PC angeschaut – und konnten jetzt auf den Konsolen deutliche Veränderungen und Erweiterungen feststellen. Da hat sich im letzten Jahr jede Menge getan, und damit dürften wohl auch die größten Kritikpunkte der Entwicklerversion der Vergangenheit angehören.

Durch die Natur des Genres gibt es eigentlich keine Obergrenze bei der Spielzeit, die man mit „Conan Exiles“ verbringen kann. Besonders wenn man mit Freunden auf einem Online-Server spielt (die auch auf den Konsolen und von Drittanbietern betrieben angemietet werden können), gibt es jede Menge Gründe dafür, den Titel auch über einen längeren Zeitpunkt immer wieder in Angriff zu nehmen.

Conan Exiles – Launch Trailer

Bewertung

Präsentation - 83%
Gameplay - 79%
Umfang - 81%

81%

Gesamt

“Conan Exiles“ hat sich beim Gameplay überall bedient, wo man es für sinnvoll erachtet - und herausgekommen ist dabei zwar kein Spiel, das das Survival-Genre revolutioniert, aber immerhin ein sehr erquickliches. Sobald die Entwickler die Performance-Probleme endgültig ausgemerzt haben, kann man „Conan Exiles“ dann auch ziemlich bedenkenlos empfehlen. Dabei spielt es auch nur eine untergeordnete Rolle, ob man lieber alleine oder mit beziehungsweise gegen Andere zockt.

Benutzerwertung: Bewerte als erstes!

Ebenfalls interessant

Super Street: The Game – Launchtermin verschoben + Trailer

Es kann ja auch nicht immer alles nach Plan gehen: Super Street: The Game wird nicht …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spamschutz - Bitte Aufgabe lösen! *