Freitag, 20. Oktober 2017
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Review: Darksiders: Warmastered Edition

Nachdem man uns schon vor geraumer Zeit mit einem Remaster von „Darksiders 2“ für Xbox One und Playstation 4 versorgt hat, ist jetzt der beinahe schon legendäre Erstling an der Reihe: „Darksiders: Warmastered Edition“ heißt das Resultat und ist jetzt für beinahe konkurrenzlos günstige 20,- Euro erhältlich. Lohnt sich der Kauf oder solltet Ihr das Geld lieber für ein anderes Spiel aufsparen? Lest unseren Test und findet es heraus.

Die Eukalyptus-Reiter

Natürlich hat sich in Sachen Story bei „Darksiders: Warmastered Edition“ gegenüber dem Vorgänger nichts getan. Noch immer stecken wir mitten in der Haut eines der vier apokalyptischen Reiter, die den Weltuntergang ankündigen. Der ist während einer Schlacht zwischen Himmel und Hölle in Ungnade gefallen und wird zur Strafe seiner Macht enthoben. Als nahezu kraft- und wehrlose Figur machen wir uns jetzt auf den Weg, die Drahtzieher hinter unserer Entmachtung aufzudecken, ihrer gerechten Strafe zuzuführen und die Kräfte zurück zu erlangen.

Das Ganze geschieht in Third-Person-Manier – nur falls Ihr „Darksiders“ wirklich noch nicht kennen sollte. Es warten spannende Kämpfe und überhaupt ein interessantes Abenteuer. Falls Ihr diesbezüglich noch Detailfragen haben solltet, verweisen wir Euch gerne auf unseren Test von damals. Die Entwickler von Vigil Games haben hier so viel richtig gemacht, dass der Titel auch fast sieben Jahre nach dem Release spielerisch noch ziemlich modern daherkommt. Insofern handelt es sich natürlich um einen idealen Kandidaten für ein Remaster. Und hier hat man auch tatsächlich gar nicht gegeizt, was die Frischzellenkur angeht.

Ab nach oben

Wichtig ist für die meisten Spieler natürlich, wie gut der Titel aussieht. Wirkt „Darksiders“ als „Warmastered Edition“ optisch irgendwie veraltet? Nun, auch hier gilt, dass es sich um einen nahezu idealen Kandidaten für eine Neuauflage handelt – und das liegt in erster Linie am Grafikstil. Da man nicht auf Fotorealismus gesetzt hat, sondern eine beinahe comichafte Optik wählte, ist besonders nach der Auflösungserhöhung keine Spur von Ermüdungserscheinungen zu entdecken.

Beim Sound gibt es eigentlich keine Neuigkeiten. Der Soundtrack ist noch immer sehr hochwertig und wirkt keineswegs altbacken. Außerdem hat man in Sachen Sprachausgabe das einzig Vernünftige getan: Es gibt eine deutsche Variante (von ordentlicher Qualität), man kann aber optional auf die englische Fassung umstellen – und die ist sogar noch ein kleines bisschen besser als das deutschsprachige Gegenstück. Das sollte nun wirklich so langsam mal Schule machen.

Mecker, Ächz und Moser

Tatsächlich fällt es schwer, negative Seiten an einem Spiel zu finden, dessen

Remake gerade mal knappe 20,- Euro kosten soll und für jeden dieser Euros noch eine gute Stunde Spielzeit in die Waagschale wirft. Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten zum freiwilligen Backtracking, wenn man sich in der Spielwelt von „Darksiders: Warmastered Edition“ wohl fühlt. Und trotzdem gilt heute wie damals: Das Spiel nimmt etwas zu langsam an Fahrt auf. Es dauert ein ganzes Weilchen, bis es so richtig zur Sache geht und der Titel in ganzer Stärke aufspielt.

Und es gibt noch etwas, das auch über die Jahre hinweg nicht besser geworden ist: Der Schwierigkeitsgrad ist nun wirklich nicht gerade als „hoch“ zu bezeichnen. Allenfalls die Boss-Gegner fordern dem Spieler ein paar Fähigkeiten ab, wer sich als wirklich routinierter Spieler bezeichnen würde, hat damit aber nicht die geringsten Probleme. Sieht man davon ab, macht „Darksiders“ im Allgemeinen und „Darksiders: Warmastered Edition“ in Sachen Gameplay aber fast alles richtig.

 

Das Kreuz mit der Technik

Und noch etwas gibt es zu stänkern: Die technische Seite ist nicht ganz sauber gelöst. In der von uns getesteten Xbox-One-Fassung gibt es immer mal wieder Framerate-Einbrüche – und die sind ganz besonders bei den Bossgegnern festzustellen. Gerade da, wo man die 60FPS am ehesten brauchen könnte, gibt es diesbezüglich Probleme. Die PS4-Fassung, auf die wir allerdings selbst keinen Blick werfen konnten, soll bei einigen Spielern sogar noch erheblichere Probleme bis hin zu Abstürzen mitbringen – diese Bemerkung lassen wir aber gänzlich ohne Gewähr so stehen. Letztendlich gehen wir aber davon aus, dass die gröbsten Schnitzer noch per Patch gerichtet werden.

Eine (beinahe) runde Nummer

Es ist schon ein paar Jahre her, dass wir „Darksiders“ in der Konsole hatten. Trotz der Tatsache, dass man sich beinahe sofort wieder heimisch fühlt, fehlt auch die Lust, das Abenteuer noch einmal durchzustehen, nicht. Zu viel Spaß steckt auch fast sieben Jahre nahc dem Launch noch im Spiel. Auch mit den technischen Problemen, die hoffentlich schnellstmöglich behoben werden, ist „Darksiders: Warmastered Edition“ ein tolles Spiel, das unheimlich viel Spielumfang für den wirklich anständigen Preis von nicht mal 20,- Euro bietet.

Ganz egal, ob Ihr Euch noch an das Original erinnert oder ob Ihr einfach nur Verpasstes nachholen wollt – hier bekommt Ihr eine nahezu ideale Gelegenheit geboten. Wenn Bedarf für ein wenig Hack&Slay und Jump-and-Run besteht, seid Ihr hier gut aufgehoben.

Bewertungen

Grafik - 7.8
Sound - 8.2
Gameplay - 8.3
Umfang - 8.9

8.3

Gesamt

„Darksiders: Warmastered Edition“ beweist, wie gut die Vorlage gealtert ist: Abgesehen von ein paar Ungereimtheiten mit dem anfänglichen Spielfluss könnte es sich beinahe um ein aktuelles Spiel handeln. Insofern eignet sich die Marke ganz hervorragend für ein Remaster, was auch bei der Optik durchaus zu sehen ist. Uns begeisterte außerdem, dass THQ Nordic das Spiel für schlanke 20,- Euro hergibt - da sind andere Publisher deutlich gieriger.

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