Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Review: Fire Emblem Echoes – Shadows of Valentia

Es ist doch schön zu wissen, dass Nintendos 3DS auch nach der Veröffentlichung der Switch noch immer mit neuen Spielen versorgt wird – obwohl man zumindest teilweise ein ähnliches Marktsegment beackert. Aktuell dürfen wir uns etwa über „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ freuen, ein Taktik-RPG aus Japan. Was Euch hier erwartet und ob das Ganze Spaß macht, erfahrt Ihr in unserem Test.

Tempus Fugit

„Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ ist kein wirklich neues Spiel – es handelt sich dabei vielmehr um ein Remake eines in den frühen 90ern in Japan erschienenen NES-Titels namens „Fire Emblem Gaiden“. Man erzählt uns die Geschichte von Alm und Celica, zwei Freunden, die in einen kriegerischen Konflikt verwickelt werden. Beide haben ihre eigenen Beweggründe, in die Schlachten zu ziehen – diese aufzudecken, obliegt nun dem Spieler.

Natürlich muss man jetzt nicht befürchten, 25 Jahre alten Gammel spielen zu müssen – die Entwickler haben das Spiel auf einen absolut zeitgemäßen Stand gebracht, lediglich die Übersichtskarten aus der Vogelperspektive erinnern ein wenig an vergangene Tage. Tatsächlich funktioniert dieses Konzept unheimlich gut, und das liegt nicht zuletzt an der Abwechslung, die man den Spielern bietet.

Mal so, mal so

Neben den Kämpfen, die rundenbasiert sind und daher natürlich einen hohen Taktik-Anteil besitzen, wird das Geschehen auch durch Einlagen in dreidimensionaler Optik aufgelockert – wie etwa die Erkundung von Tempeln. Die Geschichte selbst wird in (englisch) vertonten Panels in feinster Manga-Optik erzählt. Sicherlich muss man sowas mögen, aber als Fan der „Fire Emblem“-Games dürfte das kein ernsthaftes Problem sein.

Wir können natürlich nicht von uns behaupten, die Vorlage aus dem Jahre 1992 gespielt zu haben – aber Youtube hilft hier ungemein, eventuelle Parallelen zu entdecken. Und so zeigt sich, dass viele Kernelemente in der Tat noch vorhanden sind, außerdem ist die Evolution nicht nur auf optischem Niveau deutlich zu erkennen. Alte „Fire Emblem“-Hasen brauchen aber keine Angst haben: Mit „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ werden sie gut klar kommen, es handelt sich also nicht um einen Kulturschock, der einen zurück in die graue Vorzeit wirft.

Dranbleiben

„Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ hat eine recht steile Kurve in Sachen Schwierigkeitsgrad – und der ist schon am Anfang nicht ganz ohne. Man muss eben erstmal herausbekommen, wie das Spiel rein mechanisch tickt. Hat man das aber auf die Kette bekommen, besticht das Ganze mit einer recht einfach zu erlernenden Idee mit für Handheld-Verhältnisse überraschender Komplexität. Immerhin offeriert man uns auch einen Anfängermodus, der in der Schlacht gefallene Mitstreiter im Anschluss wieder zum Leben erweckt, so als ob nie etwas gewesen sei. Das hilft über die schlimmsten Schwierigkeiten beim Gameplay gut hinweg.

Überhaupt gibt es wenig Grund für Beschwerden: Wir dürfen uns über einen großen Spielumfang freuen, der uns – egal ob unterwegs oder zuhause – für viele Stunden beschäftigt hält. Und auch die Aufmachung von „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ lässt nicht vermuten, dass im Kern ein 25 Jahre altes Spiel steckt. Die technischen Fähigkeiten des 3DS werden entsprechend gut ausgenutzt, es ist im Prinzip alles Vorhanden, was man erwarten darf. Außer natürlich, Ihr müsst unbedingt animierte Cutscenes haben, dann sieht es relativ düster aus. Die Manga-Panels schaffen es aufgrund ihrer Qualität aber dennoch eine ordentliche Atmosphäre zu erzeugen.

Und sonst so?

Was man wohl außerdem nicht vergessen darf zu erwähnen: „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ hat von Nintendo einen Season-Pass spendiert bekommen. Und da müsst Ihr Euch jetzt erst mal setzen, denn mit 44,99 Euro ist das Ganze alles andere als billig. Gegenüber dem Einzelkauf kann man dabei zwar über 20,- Euro sparen, man darf aber auch nicht außer Acht lassen, dass das Spiel selbst für teilweise unter 40,- Euro zu bekommen ist – irgendwie stimmt da für uns das Preis-/Leistungsverhältnis nicht so recht.

Das Hauptspiel selbst kann man aber als Fan der Reihe uneingeschränkt kaufen – vielleicht zeigt sich der Titel hier und da ein wenig antiquiert, im Allgemeinen stimmen die inneren Werte jedoch. Die Story ist vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber toll inszeniert, zudem lassen Technik und Umfang keine Wünsche offen. Insgesamt waren wir von „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ positiv überrascht.

Bewertung

Präsentation - 79%
Gameplay - 78%
Umfang - 83%

80%

Gesamt

Obwohl „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ auf einem mittlerweile 25 Jahre alten NES-Spiel namens „Fire Emblem Gaiden" basiert, haben die Entwickler alles Menschenmögliche getan, den Titel auf ein moderneres Niveau zu bringen - und das ist ihnen zweifellos gelungen. Sicherlich, manche Konzepte funktionieren heute einfach nicht mehr so gut wie früher, insgesamt bringt „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ aber wenige Mängel mit und begeistert mit Umfang und Atmosphäre.

Benutzerwertung: Bewerte als erstes!

 

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