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Review: Just Dance 2017

Als Nintendo ihre neue Plattform Switch ankündigte, stand ein Spielehersteller sofort unterstützend zur Seite: Ubisoft, die auch dann noch an die Wii U glaubten, als alle anderen Third-Party-Hersteller längst das Weite gesucht haben. Mit „Just Dance 2017“ haben sie ein Casual-Game ins Rennen geworfen, das auch auf anderen Plattformen durchaus seine Liebhaber fand. Wir haben uns das Ganze angesehen, was wir davon hielten, erfahrt Ihr in unserem Test.

Shake it Baby!

Party-Spiele gehen eigentlich immer – sobald ein paar Leute zusammensitzen, kann man mit Games wie „Just Dance“ eine Menge Spaß haben, selbst wenn man dem Tanzen an sich nicht viel abgewinnen kann. Es einfach nur zu versuchen, dabei scheitern und über sich selbst zu lachen – das macht das Ganze halt aus. Und falls man wirklich ein Faible für Tanz hat, kann so etwas auch etwas „professioneller“ betreiben. Eine Ubisoft-Marke und eine neue Nintendo-Plattform, das ist eine Kombination, wie sie offensichtlicher nicht sein könnte, und deshalb war die Ankündigung von „Just Dance 2017“ alles andere als überraschend.

Das Konzept ist unverändert: Mit Controllern in der Hand sollen die Bewegungen auf dem Schirm nachvollzogen werden – Ende. Dass das alles andere als leicht ist und ganz schön schlaucht, dürfte sich von selbst verstehen. Und was auf den anderen Konsolen, die bereits im Oktober versorgt wurden, galt, hat auch auf der Switch Bestand: Man muss zum Mitspielen keine fünfundzwanzig Sätze Joy-Cons besitzen, Smartphones mit einer Gratis-App tun es auch. Und davon hat ja heutzutage bekanntlich jeder eines dabei.

Keine volkstümliche Hitparade

Tanzspiele – und da unterscheiden diese sich nicht von anderen Musik-Games – stehen und fallen mit der Songliste. Ubisoft hat sich durchaus Mühe gegeben, für jeden Geschmack etwas an Bord zu haben. Das ist auch gelungen, allerdings mit der Einschränkung, dass dem aktuellen Mainstream ein relativ großer Platz reserviert wurde, während Klassiker wie „Don‘t Stop Me Now“ von Queen in der absoluten Minderheit sind. Mehr noch: „I Love Rock‘n‘Roll“ und „Last Christmas“ sind zwar durchaus als Evergreens anzuerkennen, kommen aber in Cover-Versionen daher. Nachdem es etwa beim Vorgänger jede Menge Kritik gab, da man sich zu sehr auf Klassiker und zuwenig auf aktuelle Hits konzentriert hat, eine durchaus verständliche Auswahl an Songs – man kann es eben unmöglich jedem Recht machen.

Es ist irgendwie klar, dass „Just Dance 2017“ auch als Vehikel zum Pushen des Dienstes „Just Dance Unlimited“ herhalten soll – und das ist überhaupt nicht schlimm. Für die üblichen Partyblödeleien reicht das, was an Bord ist, völlig aus, wer ein echtes Faible für Tanz-Games entwickelt hat und diese in schöner Regelmäßigkeit spielt, bekommt für eigentlich schlanke 30,- Euro Zugriff auf über 200 Songs aus der „Just Dance“-Bibliothek. Niemand wird zu irgendwas gezwungen, insofern ist das eine faire Sache – zudem gibt es auch eine kostenlose Testphase, die den Spielern in der ersten Zeit nach dem Kauf treue Dienste leisten wird.

Hoch die Hände

Wie auch schon in den Vorjahren und bei den Versionen für die anderen Plattformen gilt auch bei der Switch-Version von „Just Dance 2017“, dass die Bewegungserkennung eher so nach dem Motto „wird schon ungefähr hinhauen“ läuft. Das ist absolut kein Problem für den Spielspaß – solange man nicht versucht, im Wettbewerb mit anderen zu tanzen. Aber darum dürfte es den meisten Spielern auch gar nicht unbedingt gehen. Schade ist es dennoch, dass immer ein kleiner Unsicherheitsfaktor besteht: Habe ich wirklich schlechter getanzt als der andere oder hat die Erkennung versagt?

Noch einmal sei dabei aber erwähnt, dass man recht flexibel ist, was die Bewegungserkennung angeht. Die Switch-eigenen Joy-Cons funktionieren da nicht besser oder schlechter als die Erkennung via Smartphone – und das ist eine gute Sache. Es zwingt den Gastgeber nicht dazu, Unmengen an Joy-Cons zu kaufen, die dann die meiste Zeit über sowieso nur in der Ecke liegen. Smartphones sind eigentlich immer da, und bei bis zu sechs Mitspielern schont das den Geldbeutel dann doch erheblich.

Da steckt was drin…

In Sachen Spielmodi (und auch ganz im Allgemeinen) unterscheidet sich „Just Dance 2017“ für die Switch nicht von den anderen Versionen. Wer das Ganze also schon für Xbox, Playstation oder gar Wii besitzt, muss nun wirklich nicht noch einmal zugreifen. Die Entscheidung, keine Experimente einzugehen, war aber irgendwie logisch – nach dem, nennen wir es ruhig Debakel mit der Wii U, achten Third-Party-Hersteller natürlich darauf, nicht zu viele Risiken einzugehen.

Und so wird klar, welche Strategie Ubisoft hier verfolgt hat: „Just Dance 2017“ ist mit Sicherheit kein schlechteres Spiel als die Vorgänger, die Switch-Version ist auch nicht schlechter als die Ursprungsversionen – allerdings gibt es keine exklusiven Inhalte, keine Gründe, das Ganze eventuell ein zweites Mal zu kaufen. Prinzipiell absolut kein Problem, allerdings ist dabei die Preisgestaltung nicht so ganz ersichtlich. Alle anderen Versionen gibt es mittlerweile deutlich günstiger, und da hier nichts Besonderes drin steckt… Ihr versteh sicher, worauf wir hinaus wollen.

Bewertung

Präsentation - 72%
Gameplay - 72%
Umfang - 70%

71%

Gesamt

„Just Dance 2017“ wäre zwar nicht unsere erste Wahl für einen Launchtitel, schlecht ist das Spiel aber dennoch nicht. Gerade in den so oft erwähnten Party-Situationen kann man jede Menge Spaß haben. Dank Smartphone-App-Support sollte es auch nie zu Engpässen bei der Bewegungserkennung kommen - ein durchaus nettes Features. Gewünscht hätten wir uns ein paar Switch-spezifische Extras, diesbezüglich ist der Titel aber identisch mit allen anderen Versionen. Falls Ihr das Spiel aber noch nicht für ein anderes System besitzt und ein Faible für Party-Games habt, seid Ihr hier recht gut aufgehoben.

Benutzerwertung: Bewerte als erstes!
Just Dance 2017 - [Nintendo Switch]
Preis: EUR 54,99
39 neu von EUR 49,901 gebraucht von EUR 51,50

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