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Review: NBA Playgrounds

Auch hierzulande sind Basketball-Games recht populär – nicht nur die Amis sind so sportverrückt, Stunde um Stunde vor der Konsole zu verbringen und ihren Lieblingssport dergestalt auszuüben. Doch was tut man, wenn einem Spiele wie „NBA 2K17“ einfach zu komplex sind? Ganz einfach, auf einen Titel wie das neue „NBA Playgrounds“ hoffen. Ob so ein Arcade-Sportler auch im Jahr 2017 noch punkten kann, erfahrt Ihr in unserem Test.

Basketball-Marmelade

„NBA Playgrounds“ hat sich ein hohes Ziel gesetzt – man möchte das nahezu legendäre „NBA Jam“ beerben. Das war nämlich in den frühen 90ern der absolute Knaller in Sachen Arcade-Basketball, und daran knüpft der Titel aus dem Hause Saber Interactive auch durchaus an. Es müssen nicht irgendwelche Abläufe gelernt werden, man benötigt kein Training und muss sich vor allem keiner Bewertung durch Trainer und Management aussetzen. Ja, NBA 2K, wir reden hier von dir.

Stattdessen gibt es unbeschwerte Arcade-Action, die einem praktisch ohne jegliche Eingewöhnung offensteht – zumindest von der reinen Spielmechanik her. In Sachen Schwierigkeitsgrad hat „NBA Playgrounds“ nämlich bis hin zur reinen Frustveranstaltung praktisch alles zu bieten. Auf jeden Fall darf man sich über die für solche Spiele üblichen meterhohen Sprünge und die verrücktesten Dunks freuen. Sozusagen eine ideale Ausgangssituation für jede Menge Spaß.

Das Punktewunder

Nun ist es ja eigentlich so, dass Basketball ziemlich festen Regeln unterliegt – von denen ist in „NBA Playgrounds“ aber recht wenig zu merken. Wo man im „echten“ Sport maximal einen Dreier erzielen kann, sind 12 Punkte im Spiel in bestimmten Situationenkeine Seltenheit. Gutes Timing beim Button drücken verleiht uns etwa einen Bonuspunkt, und damit belohnt man kunstfertigere Spieler.

„NBA Playgrounds“ hat nämlich auch durchaus seine unfairen Seiten, und die sind (neben strunzdoofer oder übetrieben guter KI) im Power-Up-System zu suchen. Das Spiel bringt eine Leiste mit, die durch verschiedene Aktionen aufgeladen wird, und sobald diese voll ist, bekommt man ein zufälliges Power-Up. Und die machen eben nicht den Eindruck, als habe man ernsthaft versucht, ein Balancing herzustellen. Einige davon sind einfach so viel stärker als andere, dass sie spielentscheidend wirken können – wie etwa die bereits erwähnten 12-Punkte-Würfe.

Jede Menge Legenden

Wer sich für „NBA Playgrounds“ interessiert, dürfte bereits im Vorfeld der Veröffentlichung gehört haben, dass beinahe alle Basketballer von Rang und Namen mit von der Partie sind. Von Karl Malone über Magic Johnson bis hin zu LeBron James darf man rund 150 Spieler freischalten. Ganz recht, die Spieler stehen nicht von Anfang an zur Auswahl, durch Level-Ups erhält man Tütchen mit Sammelbildern, die uns die Möglichkeit geben, fortan mit eben diesen Spielern anzutreten.

Und das finden wir auch eine echt sinnvolle Idee – es hält den Spieler dazu an, am Ball zu bleiben, noch ein paar Matches zu spielen um vielleicht doch noch den Wunschspieler ins eigene Roster bringen zu können. Dass die Athleten einen gewissen Bubblehead-Chic mitbringen, ist angesichts der weniger realistischen Natur von „NBA Playgrounds“ natürlich kein Zufall, sondern absolut gewollt. Man kann bei übertriebenen Power-Ups und meterhohen Sprüngen einfach keinen Fotorealismus nutzen – das würde nicht zusammenpassen.

Couch, Konsole, Kumpel, Pizza, Bier

Die konzeptionellen Schwächen mal außer Acht gelassen: „NBA Playgrounds“ macht unheimlich viel richtig – und zwar nicht in technischer Hinsicht, sondern damit, dass es Spieler wieder wie in der „guten alten Zeit“ zusammen vor die Konsole führt. Online-Zocken ist schön und gut, aber das gesellige Zusammensein, sich ärgern oder freuen, einen Abend oder einen Nachmittag verbringen zu können wie früher nach der Schule vor dem SNES – das ist für uns Menschen nahe der Midlife Crisis beinahe unbezahlbar.

Und dafür darf man den Entwicklern und ihrem Werk „NBA Playgrounds“ dankbar sein: Ein paar unbeschwerte Stunden mit viel Spaß und Erinnerungen an einfachere Zeiten. Wenn man dann noch Freunde mobilisieren kann, die das Ganze mit einem zocken, spielen die kleineren Unzulänglichkeiten des Spiels auch keine echte Rolle mehr.

Bewertung

Präsentation - 78%
Gameplay - 77%
Umfang - 80%

78%

Gesamt

Nicht nur, dass „NBA Playgrounds“ das beinahe schon legendäre „NBA Jam“ recht souverän beerbt, es beweist auch, dass es in Zeiten von „NBA 2K“ und Konsorten noch immer Platz für einfach aufzugreifende und vermeintlich „einfache“ Spiele gibt. In unserem Test hatten wir tatsächlich jede Menge Spaß zu zweit vor der Konsole und auch so manches Tränchen in Erinnerung an die Jugendtage zerdrückt. „NBA Playgrounds“ ist schon rein konzeptionell und von Balancing sowie KI her nicht perfekt, aber schon früher musste man sich auf solche Dinge einlassen - insofern bleibt man der Rolle treu.

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