Mittwoch, 26. September 2018
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Review: Resident Evil 7 Gold Edition

Das Jahr 2017 hatte einige wirklich außergewöhnlich gute Spiele für uns auf Lager – und eines davon war zweifelsohne „Resident Evil 7“. So spannend und hochwertig war schon lange kein Ableger der Reihe mehr inszeniert, und überdies haben es die Macher geschafft, die Einstiegshürden denkbar gering zu halten. Nach dem großen Erfolg hat man den Titel jetzt noch einmal im Komplettpaket als „Resident Evil 7 Gold Edition“ aufgelegt. Was darin steckt und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Das Haus des Grauens

„Resident Evil 7 Gold Edition“ besteht aus dem Hauptspiel, garniert mit allen erschienen DLCs. Das umfasst die drei Bezahl-DLCs „Verbotenes Filmmaterial 1“, „Verbotenes Filmmaterial 2“ und „End of Zoe“ sowie die kostenlose Erweiterung „Not a Hero“, die ohnehin allen Spielern zur Verfügung steht. Dabei wiegt das Hauptspiel natürlich am schwersten und erzählt uns die Geschichte von Ethan Winters, der in einer Kleinstadt in Louisiana seine vermisste Frau Mia sucht.

Dabei strandet er in einem Haus, das direkt aus einem Horrorfilm aus den 80ern stammen könnte. Alle Bewohner haben schwer einen an der Klatsche, scheinen irgendwie etwas mit dem Verschwinden von Mia zu tun zu haben und außerdem ordentlich Freude daran, Ethan zu quälen. Von diesen illustren Gestalten gefangen genommen, muss unser Protagonist jetzt nicht nur zusehen, dass er sich aus der Schusslinie bringt, er muss auch weiterhin herausfinden, wo seine Frau abgeblieben ist.

Kettensägen, Messer und andere Waffen

Eigentlich muss man über das Hauptspiel von „Resident Evil 7 Gold Edition“ nun wirklich nicht mehr viele Worte verlieren. Das Ganze war nicht umsonst ein echter Kassenschlager – und zwar in so einem Maße, dass wir uns beinahe schon fragen müssen, wer die Gold-Edition noch kaufen soll. Letztendlich gibt es dafür nämlich keinen Grund, wenn man das Basis-Spiel bereits besitzt, denn dann reicht der Season Pass. Der kostet rund 20,- Euro weniger als die Gold Edition.

Wer hingegen bislang noch nicht mit „Resident Evil 7“ in Berührung kam, darf sich aber auf ein tolles und vor allem abwechslungsreiches Horror-Game freuen. Ein wenig Rätseln, eine gesunde Portion Action, viel Spannung und Gruselei ergeben eine erquickliche Melange. Und wenn man erst mal glaubt, dass man die Flucht hinter sich gebracht hat, geht es quasi noch einmal von vorne los – aber in einem anderen Setting. Viel mehr wollen wir dazu nicht verraten, schließlich soll Euch ja nicht der Spaß verdorben werden.

In der Nachfüllpackung

Für all diejenigen, die einfach nicht genug von „Resident Evil 7“ bekommen können, stecken ja noch die vier Erweiterungen mit im Paket. Die beiden „Verbotenes Filmmaterial“-DLCs widmen sich einem Kameramann, der auch im Hauptspiel bereits einen kurzen Auftritt hatte. Man erzählt uns zwar nicht viel, das uns weitere Einblicke in die Hauptstory liefert, dafür sind die einzelnen Kapitel aber abwechslungsreich gestaltet und heben sich auch durchaus ein wenig vom Gameplay des Hauptspiels ab. Kein Must-Have, eher eine nette Dreingabe.

Anders sieht es bei „End of Zoe“ aus – denn hier bekommen wir einen Ausblick auf die Ereignisse nach einem bestimmten Ende der Hauptstory geboten, und zwar mit deutlich mehr Substanz. Ein anderer Protagonist, eine andere Vorgehensweise, die gleichen Feinde. Vielleicht reicht das nicht aus, um als alleiniger Kaufgrund für die „Gold Edition“ zu gelten, dennoch liefert uns das Ganze noch ein paar bisweilen recht spannende Stunden.

Bestimmt hätte die Idee hinter „End of Zoe“ mehr Potential gehabt. Die Spielumgebung ist deutlich uniformer als es im Hauptspiel der Fall ist, auch hätten wir uns generell ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Letztendlich muss man sich aber immer vor Augen halten, dass es sich nur um eine Erweiterung handelt, keinen Nachfolger. 15,- Euro fänden wir jetzt ein bisschen happig, im Gesamtpaket für rund 45,- Euro Straßenpreis darf man für den Bonus aber durchaus dankbar sein.

Nachholbedarf

Falls Ihr „Resident Evil 7“ schon besitzt, gibt es nun wirklich keinen Grund, bei der „Gold Edition“ zuzuschlagen. Es handelt sich nicht um eine tolle Sammler-Edition, die irgendwelche fantastischen Extras wie Artbooks oder Soundtrack-CD beinhaltet. Hier geht es schlicht und ergreifend darum, diejenigen als Käufer einzufangen, die bislang durch die Maschen des Netztes geschlüpft sind.

Und so ist unsere Kaufempfehlung auch eindeutig: Wenn Ihr das Hauptspiel noch nicht gezockt habt, bekommt Ihr hier die Gelegenheit, eines der besten Horror-Games der letzten Jahre im recht günstigen Gesamtpaket zu erhalten. Gespielt haben sollte man „Resident Evil 7“ nämlich schon, und das unabhängig davon, ob man explizit Fan des Horror-Genres ist oder nicht.

Resident Evil 7: Biohazard | Gold Edition Launch Trailer | PlayStation VR

Bewertung

Präsentation - 86%
Gameplay - 89%
Umfang - 92%

89%

Gesamt

“Resident Evil 7: Gold Edition“ richtet sich an diejenigen, die „Resident Evil 7“ noch nicht gespielt haben, denn außer dem Season Pass gibt es keine Extras, mit dessen Kauf sind Besitzer einfach günstiger dran. Wer hingegen noch nicht mit dem Spiel in Berührung kam, ist hier goldrichtig - es wartet ein tolles und abwechslungsreiches Abenteuer mit vielen Überraschungen und nicht weniger Schreckmomenten.

Benutzerwertung: 0.55 ( 1 Stimmen)

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3 Kommentare

  1. Naja, gespielt muss man es eben auch nicht unbedingt. Für ein Resident Evil ist es eher durchschnittlich, zumindest für mich. Ähnlich sehe ich es mit Dark Souls, wobei hier mehr Substanz herrscht. Ich habe Resident Evil 7 durchgespielt und es ist ganz okay, aber mehr verstehe ich eben nicht. Das Game ist linear ohne Ende. Verstecken kann man sich überhaupt nicht ergo: schleichen ist fur’n A. Und so fühlte ich mich im Spiel (bis zum Boot) einfach nur genervt gejagt zu werden wo man gefühlt ein kleines haus zum erkunden hat, denn so fühlte es sich bei mir an. Natürlich ist alles Geschmacksache und wünsche auch jenigen Spaß mit dem Titel, für mich war es eben nicht der erhoffte Neustart, der Serie.
    Hoffe das Remake wird besser!

    • Da scheiden sich wohl die Geister. Ich bin ja nun auch schon wirklich, wirklich lange beim Gaming dabei und kenne natürlich auch die Anfänge der Reihe. Aber wenn man mal von der – für die damaligen Verhältnisse grandiose – Atmosphäre absieht, bleibt ein Spiel, das sehr auf Jumpscares und vor allem für mich undurchsichtige Rätsel und Ressourcenknappheit setzt. Da konnte mich „RE 7“ deutlich mehr abholen, diese Linearität und der nicht gerade überfordernde Schwierigkeitsgrad sind bestimmt ein Phänomen dieser Tage. Ich hab „RE 7“ wirklich sehr gerne und mit recht großer Begeisterung gespielt, und wenn nicht so viel anderes warten würde, würde ich sicherlich auch mal einen weiteren Durchgang – aber mit einer Herausforderung wie „unter 4 Stunden abschließen“ oder „mit maximal 3x Erste Hilfe durchspielen“.

  2. Per se empfand ich RE7 nicht so schlecht, aber schleichen, Rätsel usw. Waren eben nur durchschnittlich. Die Stimmung war ganz okay! Bei mir ging der Spaß erst nach Mrs.Baker los. Die Graffitis vom Sohn erinnert mich an den Film „The Game“ hatte nur noch der Song von Jefferson Airplane – Somebody Love gefehlt 🙂
    Wie gesagt! Ich bin vermutlich einer der wenigen der nicht so begeistert war, zumindest war es besser wie RE6. Für mich bleibt RE4 der beste Teil der Serie.

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