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Review: Shaq Fu – A Legend Reborn

Dass sich Big Deez Productions ausgerechnet „Shaq Fu“ ausgesucht hat, als man eine Marke zur Wiederauferstehung suchte, war eigentlich kein gutes Omen. Viele jüngere Zocker können mit den Namen wohl nichts mehr anfangen, es handelt sich aber um einen Titel, der gerne in der Liste der schlechtesten Spiele aller Zeiten angeführt wird. Ob das auch auf das neue „Shaq Fu: A Legend Reborn“ abfärbt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Berühmt-Berüchtigt

Das originale „Shaq Fu“ für SNES und Mega Drive war damals so eine Sache. Alleine schon die Anwesenheit von Shaquille O‘Neal war für viele Zocker 1994 Grund genug zum Kauf – letztendlich waren die meisten aber eher enttäuscht. Der Ruf des Spiels ist auch heute noch so schlecht, dass es beispielsweise in der TV-Serie „Fresh Off the Boat“ thematisiert wurde. Wieso also gerade diesen Titel neu aufleben lassen?

Möglicherweise, um das auszubessern, was damals versaubeutelt wurde. Zunächst hat man Abstand vom ursprünglichen Prügelspielkonzept nach dem Vorbild von „Street Fighter“ genommen. Geprügelt wird natürlich immer noch, dieses Mal aber in Sidescrolling-Manier wie etwa bei „Streets of Rage“. Und die Story hat man auch ein wenig verändert, denn dieses Mal wird Shaq als Baby in einer Damenhandtasche in China angespült. Als großer Klotz, der er nun einmal ist, wird er in der Schule gehänselt, bis ihm ein Meister die Kampfkunst Wu Xing beibringt. Dann kommt wieder das übliche Geseier von wegen „Welt retten“ – kennt man ja zur Genüge.

Es darf gelacht werden

Schon beim Intro wird klar: Das Spiel will sich einfach nicht ernst nehmen, und die Entwickler haben wirklich alle erdenklichen Register gezogen, um den Spieler zum Lachen zu bringen. Besonders lange ist „Shaq Fu: A Legend Reborn“ nicht, nach fünf bis sechs Stunden hat man alles gesehen und möglicherweise sogar alle Achievements beziehungsweise Trophies geholt. Über diesen Zeitraum hinweg ist das Spiel aber nicht nur lustig, sondern auch abwechslungsreich, weil man immer wieder neue Elemente auffährt.

Als „Shaq Diesel“ bekommt man etwa einen Roboteranzug verpasst und darf automatisiert auf die Gegner einkloppen, als „Shaqtus“ darf man Stacheln verschießen – die Konzepte kennt man schon, sie sind aber witzig umgesetzt. Das gilt auch für die Bossgegner, die zumindest teilweise wie üblich eine bestimmte Strategie erfordern. Im leichtesten Schwierigkeitsgrad kommt man übrigens ziemlich problemlos durch das Spiel – das funktioniert dann auch für Kids und unbedarfte Zocker.

Aaaaaber…

„Shaq Fu: A Legend Reborn“ ist kurzweilig, unterhaltsam, optisch und akustisch für einen Low-Budget-Titel ordentlich umgesetzt, es gibt aber dennoch einige Punkte, die uns nicht so recht in den Kram passen. Zum Einen ist das Spiel nicht so ganz fehlerfrei. Bisweilen bleibt Shaq irgendwo kleben, wo er das nicht sollte, in einem Level beobachteten wir Framerate-Einbrüche und einmal blieb das Spielgeschehen bei einem Bosskampf komplett stehen. Ohne die Rückkehr zum letzten Kontrollpunkt ging es einfach nicht mehr weiter.

Das sind Kleinigkeiten, die nicht besonders ins Gewicht fallen, allerdings empfinden wir „Shaq Fu: A Legend Reborn“ doch als etwas zu hoch bepreist. Für einen Zehner hätten wir den Titel vorbehaltlos empfohlen, für einen Nachmittag ist der Titel nämlich durchaus spaßig. Mehr Substanz steckt aber nicht drin, denn selbst die 1000 Punkte Gamerscore oder die Platin-Trophy sind schnell verdient. Darüber hinaus warten keine Endlos-Modi, keine Koop-Geschichten, rein gar nichts.

Für echte Genre-Fans ist das zu wenig – besonders, wenn man z.B. im unlängst erschienenen „Raging Justice“ für unter 13,- Euro Extramodi, etwas mehr spielerischen Anspruch und zusätzliche Herausforderungen erhält. Da sehen wir dann hier den Mehrwert leider nicht. Falls Ihr aber „Shaq Fu: A Legend Reborn“ mal im Sale bekommen könnt, kann es sich durchaus lohnen, wenn man auf kurzweilige Action steht.

Shaq Fu: A Legend Reborn – Date Announce Trailer | PS4

Bewertung

Präsentation - 76%
Gameplay - 71%
Umfang - 52%

66%

Gesamt

“Shaq Fu: A Legend Reborn“ ist ein witziges Beat-em-Up, das allerdings auf viele moderne Elemente verzichtet und sich eher traditionsbewusst gibt. An und für sich ist das nicht schlimm, in Kombination mit einem eher gesalzenen Preis und knappem Umfang hinterlässt das aber ein „Gschmäckle“. Falls Euch der Kaufpreis nicht stört oder Ihr den Titel im Angebot schießen könnt, warten fünf bis sechs unterhaltsame Stunden auf Euch. Wenn Ihr aber State of the Art im Prügelgenre sucht, seid Ihr hier falsch.

Benutzerwertung: Bewerte als erstes!

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