Mittwoch, 11. Dezember 2019
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„Vergessen Sie die Computer-Spielsucht bezüglich Fifa nicht“ – fordert die Kinderbeauftragte

Anne Longfield verlangt endlich nach Maßnahmen, um die exzessiven Ausgaben junger Spieler bei Computerspielen zu reduzieren. Die Kinderbeauftragte für England fordert schärfere Restriktionen bei Online-Spielen, um insbesondere jüngere Spieler vor einem wirtschaftlichen Bankrott zu schützen. Viele Kinder und Jugendliche geben hunderte von Pfund bei Spielen wie Automatenspiele und die von Anne Longfield als „Fifa 2020 Loot Boxes“ bezeichneten Fußballsimulationen aus. Sie möchte erreichen, dass solche Spiele künftig als Glücksspiele taxiert werden. Ferner sollen maximale Ausgaben-Limits für den Tagesbedarf installiert werden, um Kinder vor übermäßigen Ausgaben und Spielsucht zu schützen.

Die auf englisch „Loot Boxes“ genannten Spiele ermöglichen zusätzlich zu den Basis-Features mehrere Charaktere oder Ausrüstung freizuschalten, die helfen, Fortschritte im Spiel zu erzielen. Bezahlt wird dann mit echtem Geld. So liegt es nahe, dass diese Spiele als Glücksspiel angesehen werden sollten, da die Spieler nicht genau wissen, was freigeschaltet wird, da dies, wie bei Winner com, nach dem Zufallsprinzip geschieht. Des Weiteren geht aus dem Bericht der Kinderbeauftragten hervor, dass viele Kinder bereits als spielsüchtig gelten, da sie die Zeit, die sie mit Spielen verbringen, nicht unter Kontrolle zu haben. Ein 16-jähriger erzählte Meinungsforschern: „Man weiß nicht, wie lange man spielt. Meist sind es fünf oder sechs Stunden.“

Online-Spiele wie Fifa 2020 sehr beliebt bei Kindern

Über 93 % der Kinder in Großbritannien spielen Videospiele. Laut Bericht spielen jüngere Kinder im Alter von zehn und elf Jahren zwei bis drei Stunden am Tag vor dem Computer Online-Spiele. Ältere Kinder im Alter von 15 und 16 Jahren verbringen ein bis drei Stunden am Tag mit Online-Spielen. Besonders beliebt dabei sind die Fifa-Spiele. Einige Kinder gaben ehrlich zu, dass sie den Eindruck haben, das die erwähnten „Loot Boxes“ eine Form des Glücksspiels seien. Fifa-Spieler zum Beispiel gaben an, dass die Chancen, einen guten Fußballspieler in einem Mystery Pack zu bekommen, sehr gering seien, gaben aber dennoch Geld dafür aus, in der Hoffnung, gute Spieler zu erhalten.

Vor- und Nachteile von Online-Spielen wie Fifa 2020

Die Kinderbeauftragte räumte jedoch ein, dass es sich bei Online-Spielen um ein zweischneidiges Schwert handelt. Denn das Spielen im Internet kann auch lohnend sein und den Kindern dabei helfen, strategischer Fähigkeiten und Teamplay auszubilden. Nicht wenige Freundschaften vieler Kinder sind zum Beispiel im Internet entstanden. Neben diesen positiven Impulsen darf aber nicht vergessen werden, das Spielentwickler bewusst junge Spieler ausbeuten wollen, in dem Kinder dazu animiert werden, sehr viel Zeit und Geld in diese Online-Spiele zu investieren. Nicht wenige Kinder und ihre Familien wurden dadurch in den finanziellen Ruin getrieben. Um Kinder vor Schaden zu bewahren, ist eine gesetzliche Regulierung nötig.

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