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H1: Wenn es Schüttelt und Rüttelt – So fühlen wir unsere Games

In Forza über die Landstraße brettern, in Call of Duty mit dem MG ballern oder in Mortal Kombat den hart erkämpften Fatality-Finisher austeilen – Dies sind die Momente, in denen wir ganz in die virtuelle Welt eintauchen. Dabei gibt es viele Tricks, dieses Erlebnis noch intensiver werden zu lassen. Fenster zu, Jalousien dicht, Licht aus, Ambient-LEDs an und das Headset mit Geräuschunterdrückung aufsetzen. Je mehr unserer Sinne wir sprichwörtlich „bespielen“, desto mehr können wir die Realität ausblenden. Spiele zu sehen und zu hören ist selbstverständlich, wie sollen wir sonst reagieren können? Aber auch das Fühlen ist ein Sinn von hoher Bedeutung für uns und das haben Videospielemacher schon vor über 30 Jahren gewusst. Heute gibt es kaum noch Gamepads ohne eingebautes Force Feedback, also mit Vibration. Wie kam dies ursprünglich eigentlich zu Stande und was steckt dahinter? Wir erzählen es euch!

Viele Größen und Formen

Spielecontroller gab und gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Der wohl ikonischste Controller ist das Gamepad des Nintendo Famicon (1983), außerhalb von Japan als Nintendo Entertainment System (NES) bekannt. Klotz-Design in Grautönen, Steuerkreuz, Schulter-Buttons, Start und Select, A und B zur Rechten – Nach diesem Vorbild sind auch die meisten modernen Gamepads gestaltet, natürlich mit weiteren technischen Spielereien wie Thumbsticks und eben auch Force Feedback. Darüber hinaus gibt es unzählig viele Variationen von Eingabegeräten, von Dance-Matten über Giratten bis zu Lenkrädern mit Pedalen – Und auch ganzen Cockpits.

Get Ready to Rumble

Das SEGA-Rennspiel Out Run (1986) war das erste Videospiel, das Force Feedback nutzte. Dabei wurde die Kabine der dazugehörigen Arcade-Maschine durch Motoren geschüttelt, damit sich der „Fahrer“ fühlt als säße er in einem echten Ferrari Testarossa – Oder halt so gut es ging. Haptisches Feedback wie dieses wurde daraufhin häufig in Arcade-Maschinen genutzt.

Good Vibrations auch für Zuhause

Seit 1997 findet sich Force Feedback auch in vielen Wohnzimmern. In diesem Jahr kam nicht nur das Nintendo 64 hierzulande raus, sondern bekam auch eine Erweiterung für den ebenfalls ikonischen Dreizack-Controller. Das Rumble Pak ist ein batteriebetriebenes Gerät zum Einstecken in den Controller. Spiele, die diese Erweiterung unterstützen, senden Signale und der ganze Controller vibriert passend zu den Spielereignissen. Perfekt war diese Lösung nicht, da die zwei AAA-Batterien häufig ausgetauscht werden mussten und der ohnehin schon unorthodox geformte Controller durch das Rumble Pak noch unhandlicher wurde.

Unter der Haube

Was steckt eigentlich hinter der Vibration? Vom Rumble Pak bis hin zu den neuesten PS4 Dualshock 4-Controllern ist die Technik gleichgeblieben. Kleine elektrische Servomotoren mit hoher Drehzahl lassen eine Schwinge rotieren, also ein ungleichmäßiges Gewicht am Ende der Achse. Heute finden sich oft zwei solche Motoren in Gamepads, jeweils eines pro Griff.

Videospiele riechen und schmecken (noch!) nicht, aber wir können sie sehen, hören und eben auch fühlen. So fesseln sie uns durch geschicktes Design und werden zu einer für manchen notwendigen Zuflucht aus der Realität

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