Mittwoch, 23. September 2020
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Casinos in den USA wollen Videospiele in ihr Angebot integrieren

Wer an Casinos denkt, der denkt an blinkende Spielautomaten, hohe Einsätze im Blackjack und sich drehende Roulette-Räder. Die Zeiten des unendlichen Wachstums scheinen jedoch auch bei amerikanischen Casinos vorbei zu sein. Atlantic City, einst die Glücksspielmetropole der Ostküste, gleicht heutzutage einer Geisterstadt. Und auch in Las Vegas fragen sich Casinobetreiber seit Jahren, wie sie mehr Menschen der Generation Y in ihre Einrichtungen locken können.

Casinos, das ist Fakt, haben in den letzten Jahren viel Konkurrenz bekommen. Im Internet können Casino-Spiele aller Art mit echtem Geld gespielt werden, ohne das man auch nur einen Fuß in eine reale Spielbank setzen muss. Doch gerade wenn es um Millennials geht, dann duellieren sich Casinos noch mit einem ganz anderen Gegner:  Videospiele und Apps!

 

Xbox im Casino spielen?

Seitdem vor knapp vier Jahren Nevada und New Jersey ihr OK gegeben haben, Geschicklichkeitsspiele in Casinos zu erlauben, feilen Betreiber an einem passenden Konzept. Die Idee, so hört man, sollen Single-Player-Spiele sein, die gegen das Casino gespielt werden. Egal ob Rennspiele, Ego-Shooter und auch Apps wie Candy Crush – Besucher können für einen Echtgeld-Einsatz gegen das Casino antreten und entsprechend der Quoten Gewinne einsacken.

Damit wollen Casinobetreiber jungen Menschen ihre Einrichtungen wieder attraktiver machen und zum Spielen animieren. Denn, so ist nachzulesen, kommen zwar jedes Jahr Millionen junge Erwachsene nach Las Vegas, aber nur etwas mehr als die Hälfte spielt auch tatsächlich in den Casinos. Pool-Parties, Konzerte und Sport-Events stehen bei den Besuchern weit höher auf der Liste.

 

Las Vegas muss sich neu erfinden

Branchenkenner warnen bereits seit Jahren davor, dass Casinos ohne Innovation in naher Zukunft den Anschluss verlieren könnten. Spielautomaten haben sich seit 1970 quasi nicht verändert. Der Spieler wirft eine Münze in den Slot, drückt auf den Knopf und gewinnt oder verliert. Zwar haben die meisten Spielautomaten nun moderne Displays, bessere Grafik und passende Soundeffekte, aber am Gameplay hat sich nichts verändert. Es fehlt an Interaktion, neuen Features und Überraschungen – allesamt Features, die Videospiele und Apps den Usern per Update liefern können.

Zudem generieren Casinos in Las Vegas auch heute noch fast 100% ihrer Profite über Spieler älter als 50 Jahre, obwohl das durchschnittliche Alter aller Besucher deutlich darunter liegt. Man braucht kein Statistik-Experte zu sein, um zu sehen, dass die Rechnung auf Dauer nicht aufgehen wird.

Die Integration von Videospielen scheint rein gefühlstechnisch die richtige Maßnahme zu sein und auch Wetten auf e-Sports Veranstaltungen sollen in den kommenden Jahren in Las Vegas Casinos möglich sein. Schon jetzt hört man allerdings auch kritische Stimmen, die Videospiele als Lockmittel für jüngere Menschen als moralisch nicht vertretbar halten. Demnach sind gerade jüngere Gamer oftmals anfälliger für Manipulation und haben zudem ein niedrigeres Einkommen, wodurch die Gefahr der Überschuldung real wird.

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